Gibson Les Paul B-Stock Bünde zu flach, sonst aber geil

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Moin zusammen,

ich bräuchte mal eine Meinung.
Ich bin grad auf der Suche nach einer neuen LP. Habe dabei schon mehrere Exemplare getestet, aber immer gab es was auszusetzen.
Jetzt habe ich vom T eine Gibson 60s Standard als B Stock.

Ansich gefällt sie mir sehr gut…Sound, Optik (Decke/Flammung). Gewicht geht auch noch in Ordnung.

Der einzige Punkt: die Bünde scheinen sehr flach. Dadurch leidet leider etwas das Spielgefühl, gerade bei Bendings.
Mit meiner Messuhr habe ich mal die Bünde gemessen…ca. 0,85mm durch die Bank. Zum Vergleich, bei meinen anderen Gitarren bin ich durchaus bei 1,2 mm. Auch Medium Jumbo.

Ich bin der Meinung, dass das für eine neue Gibson zu wenig ist. Ich denke dass beim Abrichten im Werk zu viel weggenommen wurde. Habe das auch an T reklamiert.
Natürlich ist Gibson aber wohl der Meinung, dass das so richtig ist und kein Mangel vorliegt.

Was nun? Die Gitarre ist ansonsten sehr geil und war ja auch erheblich günstiger als sonst.
Vom gesparten Geld neu bundieren oder eine neue zum vollen Preis bestellen? Wer weiß ob da der Rest wieder passt.
Ein Austauschmodell zum selben Preis wollen sie leider nicht, da schon sehr günstig und anscheinend ja kein Mangel.

Gruß Daniel
 
Zuletzt bearbeitet:
Der einzige Punkt: die Bünde scheinen sehr flach. Dadurch leidet leider etwas das Spielgefühl, gerade bei Bendings.
Ich bin der Meinung, dass das für eine neue Gibson zu wenig ist.
Im Grund genommen hast du dir deine Frage doch selber beantwortet. Neben den Option Take it or leave it, gäbe es noch die Möglichkeit der Neubundierung, aber ob das bei einer neuen Gitarre wirklich eine Alternative darstellen :unsure: ?
 
Die Bundierung ist für mich das Herz der Bespielbarkeit/Gitarre. Ich würde passen.
 
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Also 0,85 mm ist viel zu flach. Ich habe meine Strat mit 1,8 mm neu bundieren lassen und hatte die Wahl zwischen 1,4 und eben 1,8 mm.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Aber wenn die Gitarre so gut ist neu bundieren lassen. Wo ist das Problem?
 
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Ist die Neubundierung bei einer LP mit Binding nicht deutlich aufwendiger (=teurer) als bei einer Strat? Das würde ich bei der Sache bedenken.
 
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Bei meiner Les Paul Studio war ich auch etwas „pickig“ weil deren Bünde, mir auch zu schmächtig im Vergleich zu meiner CS R7 waren und bin zum Gitarrendoc. Doch der hat gemeint, er macht mal ein ordentliches Setup… und seit dem spiele ich die Gitarre und gut….:nix:
 
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was heisst erheblich günstiger? Würde die Differenz für eine Neubundierung reichen?
Wenn die LP sonst geil ist, hast du sie schon angespielt, vermutlich. Wenn du mit den Bünden klar kommst, wird es für zwei Jahre reichen, dann neu bundieren.
Muss man abwägen.
 
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Ja interessant. Ich würde eher den Klang höher stufen. Bünde kann man neu machen. Den Sound eher nicht

Den Klang würde ich auch höher stufen, aber dann würde ich mir eine suchen, dessen Bünde frisch sind. Ist ja nicht so, dass du lange suchen musst, um eine gut klingende zu finden.
Die Frage ist, ob es sich finanziell lohnt mit der Bundierung damit es immer noch ein Schnäppchen wäre?
 
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Wenn dir die Bünde nicht zusagen, würde ich sie zurückgeben. Bei einer neuen Gitarre erstmal bundieren lassen wär mir zu aufwendig, dann lieber weitersuchen.

Ein Austauschmodell zum selben Preis wollen sie leider nicht, da schon sehr günstig und anscheinend ja kein Mangel.

Wie soll das auch funktionieren, ein preisreduziertes B-Stock Angebot durch ein neues ohne den "B-Stock Mangel" auszutauschen? Wäre ein schönes Geschäftsmodell für Schnäppchenjäger ;)
 
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Ggf. habe ich bei Thomann das verkehrte Gitarrenmodel gesucht, aber bei Eingabe von Gibson 60s Standard werden mir über die Suchfunktion Gitarrenmodelle in der Preisklasse von € 1.900.00 bis € 2.700,00 angezeigt. Da kann doch die Neubundierung einer neuwertigen Gitarre nicht ernsthaft diskutiert werden... :unsure:
 
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Ich würde eher den Klang höher stufen. Bünde kann man neu machen. Den Sound eher nicht

Also ich kann auf sowas nicht mit Freude spielen, der gute Klang würde mir also nichts nützen.
0,85mm ist ja wie schon 2x abgerichtet, also kurz vorm Bundtot:D.
 
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Ich bin grad auf der Suche nach einer neuen LP. Habe dabei schon mehrere Exemplare getestet, aber immer gab es was auszusetzen.

Der einzige Punkt: die Bünde scheinen sehr flach. Dadurch leidet leider etwas das Spielgefühl, gerade bei Bendings.
Scheinbar gibt es bei dieser LP auch etwas auszusetzen.

Meine Gedanken dazu sind:
Hast du dich 1. in diese Gitarre schon so "verknallt", dass du sie auf jeden Fall behalten und eine Neubundierung in Kauf nehmen würdest, trotz möglichen Wertverlust?
Oder wärst du 2. bereit so lange weiter zu suchen, bis du eine LP findest, an der alles perfekt ist?

Falls ersteres zutreffen sollte, würde ich mich aber zuerst nach dem Preis für eine Neubundierung erkundigen, um den Kosten/Nutzen-Faktor abzuwägen.

Zweiteres wäre halt der standard Weg. Wenn man mit der gekauften Ware nicht zufrieden ist, geht sie halt zurück zum Händler.

Was ich noch zu bedenken geben möchte ist, dass man andere LPs, an denen etwas auszusetzen gibt, mit gewissen Modifikationen etwas auf die Sprünge helfen kann. Z.B. mal andere PuckUps ausprobieren, am Setup spielen, etc. Das wäre auch nicht gleich so ein gravierender Eingriff, wie eine komplette Neubundierung.
 
Alle meine Gibson-Gitarren haben recht flache Bünde. Bei meiner ersten LP Standard 60 musste ich mich erst daran gewöhnen, dass meine Finger sehr viel Kontakt zum Griffbrett haben (vorallem bei den Bendings). Ein paar Wochen später habe ich das aber nicht mehr wahrgenommen. Gib Deiner Paula mal ein bisschen Zeit und ich denke, dass "Problem" wird sich von selbst lösen.
 
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Ich würde die Gitarre zurückschicken. Ich hasse niedrige Bünde.
Ich habe eine Gitarre, deren Bünde auch weniger als 1mm hoch waren. Habe sie neu bundieren laasen (mit ca. 1,4mm hohen Bünden). Der Unterschied in der Bespielbarkeit ist extrem. Ich hatte mir schon eine Verbesserung erhofft, einen Unterschied "wie Tag und Nacht" hatte ich aber nicht erwartet.
 
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B-Stock bedeutet doch normalerweise nicht, dass die Bünde bereits abgerichtet werden mussten. Da stimmt was nicht. Gibson plekt alle Paulas seit geraumer Zeit bevor sie das Werk verlassen. Deshalb spielen sie sich auch im Laden "durch die Bank" vorzüglich. Jedenfalls habe ich in den letzten zwei bis drei Jahren nichts anderes entdecken können. Bei aller Kritik an Gibson die es sonst gibt, die Bespielbarkeit ist ein Trumpf.
Wenn sie "sonst geil" ist, würde ich mal das gleiche Modell als "A-Stock" spielen. Der Sound müsste ja passen, die Halsform auch und die Bünde wären wohl perfekt. Alles andere kann ich mir nicht vorstellen.
Letztlich wäre der Preis wohl nicht höher als der B-Stock plus Neubundierung. Die ist nämlich gerade bei Gitarren mit Binding kostspielig (und zwar berechtigt, da viel Aufwand)
 
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Moin @Köstliches Brot , Du beantwortest Dir eigentlich alles selber: Du findest die Gibson vom Sound her sehr gut, kommst auch sonst gut mit ihr klar, bis auf die Bünde -> die möchtest Du gerne höher haben.

Bleibt ja eigentlich nur die Neubundierung. Ich kann da nur von meiner Gibson Les Paul erzählen, wo ich nach ca. 4 Jahren doch deutliche Kerben in die Bünde gespielt habe -> ich habe sie mit Edelstahl Jumbos neu bundieren UND (!) Plekken lassen. Bei den Bünden habe ich auf den Rat vom Gitarrenbauer gehört und schmalere Jumbo-Bünde genommen. Das Ergebnis ist ein Spielgefühl wie mit den alten Medium Bünden. Ich bereue das Neu-Bundieren in dieser Form nicht! Meine Gibson lässt sich phantastisch spielen! Das Binding wurde weg genommen, welches mich aber nicht stört, Eigentlich ist dieses Binding an den Bünden auch nur Kosmetik, ich vermisse es nicht.

Ich meine Plekken ist nicht Plekken - ich meine, bei Gibson plekken sie sofort nach der Bundierung ohne Saitenspannung. Aber unter Plekken versteht man eigentlich, das dieses mit Saitenspannung in der Maschine geschieht. Ich konnte mir das vor Ort*** ansehen: Der Roboter (die Plekmaschine) misst erst mal die Halskrümmung -> man entnimmt dann die Gitarre zum Hals nachjustieren noch mal und spannt sie wieder in die Maschine -> dann misst der Roboter jedes einzelne Bund durch und es wird ein Protokoll erstellt -> das betrachtet man und fachsimpelt darüber, um dann dem Roboter das "Go" zu geben -> hier wird unter Saitenspannung jeder einzelne Bund gefrässt. Der Roboter schiebt die Saiten immer ein Stück zur Saite und macht seinen Job. Das Ergebins ist perfekte Bespielbarkeit.

***...vor Ort war Martin's Musikkiste in Kaltenkirchen. Zu meiner Zeit war seine Plekmaschine die nördlichste in Europa und - das nur am Rande -: In Hamburg fand sich keine einzige Plek-Maschine, aber im kleinen Kaltenkirchen etwas nördlich von Hamburg...
 
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Moin zusammen,

Vielen Dank für eure Zahlreichen Antworten.

Ja, grundsätzlich ist der aktuelle Zustand so nicht akzeptabel. Stumpf zurückschicken möchte ich so aber auch nicht, da ich nicht weiß ob die nächste unbedingt besser ist. Vielleicht gefällt sie mir auch in Sachen Sound, Gewicht, oder Flammung der Decke nicht.

Ich habe diese Gitarren ja schon dutzendfach im Laden in der Hand gehabt. Natürlich habe ich da nicht die Bundhöhe gemessen, aber mir ist so etwas nie zuvor aufgefallen.

Ich habe heute nochmal mit Thomann telefoniert, auch mit der Gitarrenabteilung, die haben da ja mehr Sachkenntnis. Der Kollege hat mir zwar zugestimmt, dass 0,85 zu flach für Medium Jumbo ist. Jedoch können sie mir keine weiteren Zugeständisse machen, da die Gitarre schon sehr günstig kalkuliert wäre. Sie waren also zu keinem weiteren Kompromiss bereit. Mir bleibt nur behalten oder zurück schicken.
Konkret sind es übrigens 2149 € statt 2499 €.

Ich werde jetzt mal eine weitere Gitarre als A-stock bestellen, um zu vergleichen.
Parallel mache ich mich gerade kundig, was mich die Neubundierung bei meinem Gitarrenbauer kosten würde. Vorteil wäre da, ich könnte es komplett nach meinen Wünschen machen lassen.

@LPK
Ja, also ich bin ja auch der Meinung, dass Gibson bei der PLEK Maschine nicht das volle Potenzial nutzt. Ich denke, da wird dann pauschal schonmal sehr viel vom Bundmaterial weggefräst.
 
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Das sowieso. MMn geht nichts über eine vernünftige, handwerkliche Abrichtung.
 
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