brauch ich wirklich ein High-End-Tablet ?

hollekubi
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Hallo

Für einzig und allein 2 Anwendungen benötige ich ein Android Tablet: Cubase Fernsteuerung mit iCPro und Bedienung meines Mischpultes Soundcraft UI24 über WLAN. Nun stehe ich vor der Frage, welches aktuelle Tablet dafür ausreicht aber die Anwendungen trotzdem schnell und flüssig bedienen lässt. Es ist für mich kein finanzielles Problem, auch viel Geld für das 900€ Tablet auszugeben, die Frage ist nur, ob es tatsächlich ein Solches sein muss. Ich hatte noch ein altes Samsung Galaxy Tab E von bestimmt vor 12 oder 13 Jahren liegen, darauf kann ich zwar das MIschpult bedienen, aber die Reaktion auf Eingaben dauert sehr lange. Die iC Pro App von Cubase kann ich auf diesem nostalgischen Museumsstück nicht testen, weil diese Version nicht mit dem Gerät kompatibel ist. Habt ihr eine gute Empfehlung, welches Tablet hier in Frage käme ? Wie gesagt, sind das erst mal die einzigen beiden Anwendungen, für das ich es brauche.

Danke
Holger
 
Habt ihr eine gute Empfehlung, welches Tablet hier in Frage käme ?

iPad Air. Jede Menge Power und zudem zuverlässig. Eine Version zurück vom aktuellen gebraucht günstig zu haben. Oder eben neu.
 
iPad Air. Jede Menge Power und zudem zuverlässig.
Wenn bei @hollekubi ein Apple iPad grundsätzlich auch eine Option ist, dann würde ich für diese Anwendung das "normale" iPad empfehlen, bei Saturn/Mediamarkt aktuell für 389 € zu haben. Damit ist man erstmal für die nächsten Jahre gewappnet. Bei Rebuy etc. gibt es die Vorgängerversionen häufig unter 300 €. Ich selbst nutze aktuell immer noch ein iPad aus 2017 (für Setlistmaker, PDF-Notenanzeige, Logic Remote, Digitalpult-Apps etc.) und es läuft noch super (unterstützt aber nicht mehr das aktuelle iPadOS).

Falls es Android werden soll: Da überlasse ich auf Grund fehlender Erfahrungen gerne anderen den Vortritt :D
 
Ich würde auch zum ipad greifen.

aktuelle Air ist super, allerdings rein für deine Anwendung ein wenig ein overkill, aber falls du dann noch nochmal mehr machen willst (video/Recording/what ever) ist das Air einfach deutlich besser, weil der M2 Chip halt leistungstechnisch einfach bombe ist.
dann würde ich für diese Anwendung das "normale" iPad empfehlen
generell stimme ich zu, dass das standard iPad vollkommen ausreicht, bzw. deutlich mehr kann als das was du brauchst, bedenken muss man aber, dass das aktuelle einstiegs iPad (ipad 10) von 2022 ist, wird also vermutlich nur noch bis 2026 System Updates bekommen, sicherheitsupdates evtl. nochmal ein zwei Jahre länger, das ist auch iin hinblich aufs erwerben neuer Apps wichtig.
d.H. das würde ich nicht mehr unbedingt empfehlen, weil März/April das ipad 11 angeblich rauskommen soll, also wenns nicht eilig ist könnte es sich lohnen das noch abzuwarten, vor allem weil das 11er dann angeblich auch für Apple intelligence und so kram tauglich sein soll und sofern das und was man sonst so liest stimmt auch 8GB Ram haben müsste, das wäre doppelt so viel wie beim 10er. Was tatsächlich kommt weiß man natürlich nicht, aber wie gesagt, wenn nicht eilig, dann warten.

zum Vergleich:
ich selber nutze selber das mittlerweile sehr alte ipad6 von 2018 das ist nach wie vor top in Schuss, ich mache damit ebenfalls Mischpultsteuerung, Backup als GitarrenFX, bisschen videoschnitt und so geht auch damit. und auch der Akku hält echt noch ordentlich lange, obwohl ich das teil täglich Nutze. Als Anhaltspunkt bei 100% Akku habe ich nach 3 Stunden Videostream auf Youtube immernoch ca. 60 - 65% Akku

ich habe bisher nie ein Android Gerät so lange und Problemlos nutzen können, zudem sind am iPad halt auch deutlich mehr Kreativapps verfügbar, z.B. Cubasis am iPad, das hab ich selber zwar nicht, aber ich denke wenn du Cubase nutzt kann das durchaus interessant sein. ebenfalls gibts da Ampsims für Gitarre die auf Android nicht verfügbar sind, Soundkarten funktionieren in vielen Fällen Plug&play, da sind echt viele Sachen verfügbar die Android nicht bieten kann.

wenn es ein Android Gerät sein soll kann ich leider nicht helfen, da hab ich keinen überblick.
 
Es scheint eine Gesetzmäßigkeit zu sein: Da fragt jemand explizit nach einer App
Für einzig und allein 2 Anwendungen benötige ich ein Android Tablet
und als erstes kommen Vorschläge, ein Apple iPad anzuschaffen. Oder habe ich etwas verpasst und Apple hat auf Android umgestellt? :D

Back to topic.
@hollekubi, bei diesen Anwendungen werden nur Steuerdaten übertragen. Die Ansprüche an die Prozessorleistung eines Tablets oder auch an die WLAN-Übertragungsrate sind daher recht gering. Problematisch wird es generell, wenn die Betriebssystemversion zu alt ist, aber das hast du ja schon bemerkt. 12-13 Jahre sind in der schnelllebigen Computerwelt zudem regelrecht eine Ewigkeit, und so wundert es mich nicht, dass die App für das Soundcraft-Pult zäh läuft.
Faktisch sollte jedes Android-Tablet mit halbwegs aktuellem Betriebssystem in der Lage sein, deine Apps flüssig und komfortabel zum Laufen zu bringen.

Ich selber z.B. nutze für "Mixing-Station" ein mittlerweile auch schon etwas betagtes (jedenfalls betagt im Rahmen der Schnelllebigkeit der Entwicklungen im Computerbereich - es kam 2020 auf den Markt) Samsung Tab S6 Lite mit Android 13. Läuft hervorragend!
Auch auf meinem Smartphone Samsung Galaxy Note 8 (kam 2017 auf den Markt, also sozusagen schon "uralt") mit Android 9 läuft Mixing-Station einwandfrei und absolut stabil.
 
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@LoboMix
ich denke das rührt daher, dass eine mögliche hohe Summe von 900€ in den Raum geworfen wurden, aber ja da haste Recht, dass das iPad vermutlich am Thema vorbeigeht
 
Es scheint eine Gesetzmäßigkeit zu sein: Da fragt jemand explizit nach einer App
und als erstes kommen Vorschläge, ein Apple iPad anzuschaffen. Oder habe ich etwas verpasst und Apple hat auf Android umgestellt? :D
Die Undercover Apple-Vertreter sind überall präsent, da lassen sich Empfehlungen in diese Richtung nicht vermeiden :ROFLMAO:
Da fragt jemand explizit nach einer App
Aber es wurde doch nach einer Empfehlung für ein Tablet gefragt, da ist die Empfehlung eines iPads schon naheliegend, auch wenn @hollekubi zugegebenermaßen explizit nach einem Android-Gerät fragt :) Mal sehen, vielleicht kommt für ihn ein iPad ja in Frage, andernfalls gibt es hier sicher auch sehr gute Vorschläge für Android-Tablets.
weil März/April das ipad 11 angeblich rauskommen soll, also wenns nicht eilig ist könnte es sich lohnen das noch abzuwarten
Das ist ein guter Punkt, danke für diese Ergänzung (werde ich für mich persönlich auch im Hinterkopf behalten, da demnächst ein Upgrade ansteht)!
 
Nicht nur Apple liefert Tablets in der Preisregion um 900,- €, so etwas findet sich auch in der Android-Welt. Und die haben dann auch reichlich Power, Top-Displays usw. usw.
Für die angefragten Anwendungen sind die aber ein ultimativer Overkill. Sollten aber weitere, richtig anspruchsvolle Anwendungen dazu kommen, wäre diese Geräteklasse wohl zu bevorzugen. Dann würde auch ein Abwägen zwischen Android und iOs sinnvoll sein.
Das von mir erwähnte Tab S6 Lite wird aktuell neu schon ab 199,- € angeboten, und wie gesagt, für die Zwecke (und vieles mehr) funktioniert es sehr gut wie ich bestätigen kann.
 
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ist das Air einfach deutlich besser, weil der M2 Chip halt leistungstechnisch einfach bombe ist.

Das hat nicht nur M Chip sondern einen Standard USB-C Port. Da kann man anschliessen was man will.
 
andernfalls gibt es hier sicher auch sehr gute Vorschläge für Android-Tablets.
Aber klar doch: Ich hab, neben einem iPad Air, auch noch ein Lenovo Tab P12 (aktuell in etwa um die 300€) mit Android 14 drauf. Damit kann ich alles bedienen, was ich zu bedienen habe und noch mehr.
Groß, hell, robust und schnell. Was will man mehr? Ach, und der speicher lässt sich erweitern, wie bei den meisten Androiden es so üblich ist. und man kann es recht easy mit Daten füllen, wenn man es will.
Das iPad habe ich nur mehr weil noch einige Remotesteuerungen von den Herstellern nach wie vor nur für iOS angeboten werden.
BTW: Ich habe gelernt, dass man das Gerät zur Anwendung sucht und nicht umgekehrt, sich ein fancy Device sucht und dann schaut ob es die Anwendung dafür gibt. Und wenn man das Bedienkonzept eines Betriebssystem intus hat, gibt es für mich nur einen Grund, das OS zu wechseln. Nämlich wenn man plötzlich einen Anwendung benutzen will, die es für das aktuelle OS nicht gibt.
 
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... sondern einen Standard USB-C Port. Da kann man anschliessen was man will.
USB-C haben sowohl mein Tab S6 Lite und mein Note-8, und sowieso alle vergleichbaren Geräte, und schon lange. Speichererweiterung per Micro-SD ist auch Standard.
Etwas anderes schaffe ich mir ohnehin nicht an, ist mir zu unflexibel.
 
Ipad 10 hat auch USB

Stimmt. Ein M Prozessor ist aber sicher ein willkommener Boost. Am Rande bemerkt, das Air hat ein grösseres Display als das normale Pad was sicher für die angestrebte Verwendung von Vorteil ist.
 
das Air hat ein grösseres Display als das normale Pad
Air hat standard 11" (13" nur gegen aufpreis)
ipad hat 10,9"

wenn ich jetzt das 11 Air mit dem Standard vergleiche habe ich übereinstimmend:
- Auflösung 2360x1640 Pixel bei 264ppi
- 500 Nits Helligkeit
- Fettabweisende Beschichtung

ich behaupte für angestrebte zwecke sind das die 3 wichtigsten punkte.

klar hat das Air nochmal paar vorteile wie True-Tone, vollständig laminiert, minimal kleinere Aussenmaße und so, bloß die Greifen bei der Anwendung eher nicht.
 
Oled Display wäre für mich noch ein Argument. Ist meist bei Helligkeit auch etwas besser ablesbar.

Was hier noch nicht erwähnt wurde ist der mechanische Schutz. Ich empfehle auf jedenfall eine entsprechende Schutzhülle.

Ansonsten tun es alle einigermaßen aktuellen Tablets im 300 ... 400 € Bereich dicke von der Leistungsfähigkeit her für die Aufgabe.
 
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Anwendererfahrung (keine Kaufempfehlung):
Ich selber nutze IC Pro auf einem iPad aus dem Jahr 2017 (5. Generation) zum Recording. Latenz kaum spürbar.
Mischpultbedienung (Behringer o.a.) hatte ich noch nicht.
Sicherheitsupdates und vor allem Batterielebenszeit ist bei mir unter Android (diverse Handys und Tablets) immer schlechter abgeschnitten, als in der Apfelwelt.
Die Anforderungen für Dich und 2 Apss sind eigentlich mit beiden Welten darstellbar.
Unter Android muss man meiner Erfahrung nach vielmehr im Hintergrund konfigurieren als bei Apple, um die Batterielebenszeit zu erhöhen.
Das sog. Mini-Dump bei Apple ist wohl recht Ressourcen schonend.
 
Ich benutze Mixing Station auf eine Samsung S6Lite, und auf zwei uralten, über einem Jahrzehnt alten uralten iPad2 und IPad mini 2. Die beiden Äpfel kriegen aufgrund ihres Alters schon seit Jahren keine iOS-Updates mehr, und sind aufgrund des alters und immer weniger kompatiblen Apps kaum noch für die Dinge nutzbar, die der "normale" User damit tun würde (browsen, filme schauen)

Mixing Station geht aber gut und flüssig.

Das S6 lite ist ein sehr günstiges Gerät, mit einem Nachteil, den man erwähnen sollte: Mit nur knapp über 300 nits Helligkeit ist ein Arbeiten bei Tageslicht oder gar in der Sonne sehr beschwerlich. Moderne (OLED)-Displays in hochwertigeren Tablets kommen heute auf Werte zwischen 500-600nits, selbst meine zwei alten iPads sind spürbar heller als das S6 lite

Die beiden Alt-Äpfel haben noch einen erheblichen Vorteil - sie sind quasi abgeschrieben und kommen in den rauheren Umgebungen bevorzugt zum Einsatz: Irgendwann mal kippt mir irgendein Schnulli auf einem Konzert ein Bier drüber, oder man kriegt im Publikum einen Rempler und das Ding geht zu Boden. Der wirtschaftliche Schaden wird mir dann im Prinzip wurscht sein.

Ich plädiere dafür, ein schrottiges Altgerät aus dem Freunde-/Familienkreis zu erben.
 
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Danke schon mal für die sehr informativen Beiträge. Toll! Ja, auch die Beiträge bzgl. Apple sind okay, es sind ja durchaus Überlegungen. Allerdings habe ich mit den Apple Oberflächen noch nie gearbeitet. Aber vielleicht ist die Umstellung im Mobilgerätebereich von Android auf iOS nicht so schwierig wie Windows zu macOS. Da bleibe ich definitiv einfach mal Windows treu. Die 900€ waren nur als Beispiel gedacht, dass ich es mir zwar leisten könnte, was aber nicht heißen soll, dass ich es tun möchte, wenn es denn oversized ist. Aber gut, ich schau mir die Details eurer Inhalte mal durch.
 
Allerdings habe ich mit den Apple Oberflächen noch nie gearbeitet. Aber vielleicht ist die Umstellung im Mobilgerätebereich
Doch, bestimmt 🙂 … Android ist ja komplett von IOS abgekupfert worden, damals …
 
Android ist ja komplett von IOS abgekupfert worden,
mag sein, aber paar unterschiede gibts trotzdem. intuitive nutzung ist ein stück weit auch subjektiv, ich hab mich nach einem Jahr iPhone deutlich besser auf Apple zurechtgefunden als auf Android, können aber wie gesagt andere Nutzer komplett anders sehen.

was mir noch eingefallen ist:
- beim ipad sollte zum einstieg zwingend eines genutzt werden das das aktuelle iPadOS nutzt, da sonst manche Apps nicht verfügbar sind. beispiel: ich habe auch noch ein ipad mini von 2013. wenn ich das zurücksetze und mit neuem Account nutze kann ich aktualisierte apps wie z.B. Garageband nicht installieren, da als Neueinsteiger nur die aktuellste Version installiert werden kann. wenn ich es auf meinem bestehenden account aufsetze schon, da ich die ältere Version schonmal installiert hatte.
- Appkäufe auf Android können meines wissens nach nicht umgezogen werden, d.h. wenn man z.B. Mixingstation auf Android gekauft hat muss man auf apple geräten die app neu erwerben
- stellenweise hat man unterschiedliche Preise, inApp Mixingstation fürs XR18 war damals als ich es gekauft hatte 1€ teurer als auf android, ist aber aus meiner Sicht überschaubar, mittlerweile sind die Preise glaub ich aber wieder gleich.
 

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